Samstag, 8. Juni 2019

Ein fieses Mordkomplott

"Auris" von Vincent Kliesch

Eine erfolgreich beendete Geiselnahme in Spandau ist Matthias Hegels letzter Fall. Danach gesteht der forensische Phonetiker einen Mord, den er an einer Obdachlosen begangen haben will und sitzt nach einem medienträchtigen Gerichtsverfahren im Gefängnis ein. Dort wird er von der jungen True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge besucht, die an seine Schuld nicht glauben will. Mit einer Verbissenheit, die schnell gefährlich für sie wird, rollt sie den in ihren Augen mysteriösen Fall neu auf und stößt dabei auf ein Komplott aus Lügen und Intrigen, dessen Drahtzieher ihr haushoch überlegen ist.

Meine Meinung zu dem nervenaufreibenden Thriller findet ihr hier.

Samstag, 1. Juni 2019

Im Dunkel der Angst

"Ich: Im Dunkel der Angst"
von Astrid Korten

Es ist schwer ein Kind zu verlieren. Trauer und Schmerz fressen das ganze Leben auf. Doch aus Wut einen Mord zu begehen, ist nicht der richtige Weg. Und trotzdem gibt es immer wieder Menschen, die genau das tun. Wie die Mutter von Gretchen, deren Tochter sich im Alter von zwölf Jahren das Leben genommen hat und die sich nun mit Gewalt rächen will. Doch nicht nur sie findet nach ihrem tragischen Verlust nur schwer ins Leben zurück. Auch die beiden Schwestern Pia und Hannah tun sich schwer, mit den von ihnen erlittenen Schicksalsschlägen umzugehen. Deshalb ziehen sie in ein Villenviertel nach Warnberg, wo ein Neuanfang die Wunden der Vergangenheit heilen soll. Pia, die nach einer Fehlgeburt mit allen Mitteln schwanger werden will und Hannah, die nach einem Verkehrsunfall, mit einer quälenden Schuld leben muss.

Meine Meinung zu dem emotional aufwühlenden und nervenaufreibenden Psychothriller findet ihr hier.

Dunkle Geheimnisse

"Nachts schweigt das Meer"
von Kate Penrose
Detective Inspektor Ben Kitto kehrt nach dem tragischen Tod seiner Kollegin Clare auf die Insel Bryher zurück, wo er eine Auszeit nehmen will. Doch kaum ist er dort angekommen, wird ein junges Mädchen vermisst, das später unterhalb der Klippe tot am Wasser aufgefunden wird. Ein Schock für die Familie, die nach der Tragödie vollends zerbricht, während die Inselbewohner entsetzt über das Vorhandensein eines Mörders in ihrer Mitte sind. Denn außer einem kleinen Diebstahl wurden seit Langem keine Verbrechen mehr auf der kleinen Insel verübt, sodass die Türen dort für jedermann offenstehen. Nun aber schleicht sich die Angst in ihre Köpfe ein. Und Ben, der aufgrund seiner Erfahrungen bei der Mordkommission die Ermittlungen übernimmt, hat es schwer, weil er den Mörder im Kreis seiner einstigen Freunde und Nachbarn finden muss.

Meine Meinung zu dem eher ruhigen und doch fesselnden Krimi findet ihr hier.

Montag, 27. Mai 2019

Sarah Kuttner und "Kurt"


Die Leipziger Buchmesse ist ein Garant für tolle Lesungen, sodass sich der Bücher liebende Besucher gleich 4 Tage lang aus sage und schreibe 3.600 Veranstaltungen die zu seinen Vorlieben passende Buchvorstellungen auswählen kann. Mich hat diesmal neben unzähligen Krimilesungen vor allem das neue Buch mit dem Titel „KURT“ von Sarah Kuttner interessiert, in dem es um den viel zu frühen Tod eines Kindes und um die damit im Zusammenhang stehende Trauer geht. Schließlich ist die deutsche Fernsehmoderatorin, Autorin und Kolumnistin Sarah Kuttner bereits seit ihrer Zeit bei Radio Fritz und VIVA durch ihre scharfe Zunge, eine bis ins Detail gehenden Betrachtungsweise und ihren frischen Alltagshumor bekannt. Nun aber das schwierige Thema Trauerbewältigung. Ich war mir nicht sicher, ob die versierte Unterhaltungsikone hier ihre Balance bewahrt. Und tatsächlich wurde ich mit der Vorstellung eines Romans belohnt, der auf eine unverblümte Art feinfühlig geschrieben ist und trotz Ernsthaftigkeit einen passenden Humor nicht vermissen lässt.

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Mittwoch, 22. Mai 2019

Mutter Seelen Allein

"Mutter Seelen Allein"
von Sabine Trinkaus

Katharina lebt gemeinsam mit ihrem Mann Patrick und dem fünfjährigen Sohn Timo in einem wunderschönen Haus und könnte zufrieden und glücklich sein, wenn da nicht die Drohbriefe wären, die ihr Angst einjagen und der unbekannte Schreiber, der ihre heile Welt zu zerstören droht. Denn Schreckliches ist in ihrem früheren Leben geschehen, von dem niemand etwas weiß und das ihr nun zum Verhängnis werden kann. Deshalb kämpft Katharina mit allen Mitteln darum, den Schatten der Vergangenheit zu entfliehen und einer nicht wieder gut zu machenden Schuld, die sie einst ohne Skrupel zu hegen, auf sich geladen hat. 

Meine Meinung zu dem spannenden und wunderbar undurchsichtigen Psychothriller findet ihr hier.

Samstag, 18. Mai 2019

Rachemädchen

"Rachemädchen"
von Phoebe Locke

Wer kennt sie nicht, die Legende vom schwarzen Mann, der Kindern Angst einjagt und die bösen von ihnen entführt. Seit Jahrhunderten schon taucht er in Gruselmärchen, Kinderreimen und Sagen auf, wobei er ganz verschiedene Namen annimmt. Doch egal, ob er als großer, schwarzer, Schatten- oder Butzemann in Erscheinung tritt, eines ist immer gleich. Sind die Kinder nicht brav, werden sie verschleppt oder auch aufgefressen, je nachdem wie es ihm beliebt. Ein schauriger Mythos, den die britische Autorin Phoebe Locke nutzt, um mit ihm und einem wahren Verbrechen eine Geschichte zu erzählen, die schaurig und rätselhaft ist und auf der Angst vor dem schwarzen Mann basiert. 

Meine Meinung zu dem geschickt inszenierten Psychospiel findet ihr hier.

Samstag, 11. Mai 2019

Kälter als die Angst

"Kälter als die Angst"
von Christine Drews
Die Opernsängerin Carla Dellbrück wird nach einem Spaziergang brutal ermordet, während ihr Mann mit dem Rücken zum Fenster auf dem Laufband trainiert. Ein scheinheiliges Alibi, das niemand bestätigen kann. Deshalb dauert es nicht lange, bis Klaus Dellbrück als Hauptverdächtiger verhaftet wird, obwohl er beteuert, unschuldig zu sein. Kurz darauf zieht eine junge Frau mit ihren beiden Söhnen in die Wohnung der Dellbrücks ein und wird genau, wie die Opernsängerin zuvor mit seltsamen Drohbriefen terrorisiert. Gibt es da einem Zusammenhang zu der skrupellosen Tat oder haben die angsteinflößenden Kinderreime vielleicht gar nichts mit dem Mord an Carla Dellbrück zu tun? Charlotte Schneidemann und Peter Käfer ermitteln und kommen einem Killer auf die Spur, der noch lange nicht am Ende ist.

Meine Meinung zu den realitätsnahen Krimi gibt es hier.

Samstag, 4. Mai 2019

Die stumme Patientin

"Die stumme Patientin"
von Alex Michaelides
An einem ungewöhnlich heißen Sommertag ermordet die brillante Malerin Alicia Berenson ihren Ehemann Gabriel mit fünf Schüssen in den Kopf und schneidet sich anschließend die Pulsadern auf. Eine Tat, die sich niemand erklären kann und die Alicia selbst nicht erklären will. Denn die Malerin schweigt beharrlich und wird aufgrund der Umstände vor Gericht als psychisch krank eingestuft. Seitdem fristet sie ihr Dasein in der geschlossenen Psychiatrie, wo sie mit starken Medikamenten ruhiggestellt und behandelt wird. Von dem Mythos um die stumme Malerin fasziniert, nimmt der forensische Psychotherapeut Theo Faber eine Stelle in ebendieser Klinik an, mit dem Ziel, Alicia Berenson bei der Bewältigung ihres Traumas beizustehen. Doch meint der erfahrene Therapeut es wirklich ernst oder verfolgt er vielleicht einen ganz anderen Plan?

Meine vollständige Meinung über den bis zum Schluss undurchsichtigen Psychothriller findet ihr hier.

Samstag, 27. April 2019

Schockmomente

"Drosselbrut"
von Andreas Gößling
Andreas Gößling hat mir mit seinem zweiten Fall für Kira Hallstein und May Lohmeyer gleich eine ganze Reihe an Schockmomenten beschert und dabei mein Glauben an die restlose Aufklärung von Verbrechen ins Wanken gebracht. Basierend auf den "Jahrhundertfall" Dutroux hat er seine beiden LKA-Kommissare auf die Suche nach verschwundenen jungen Frauen und entführten Enkelinnen geschickt und ihnen dabei einen Blick in die Hölle beschert.

Ein gnadenlos schockierender True-Crime-Thriller, in dem Andreas Gößling bekannte Fakten schonungslos benennt und nicht zimperlich bei der Beschreibung der geschilderten Verbrechen ist. 

Meine vollständige Meinung zu "Drosselbrut" findet ihr hier.