"OstfriesenKiller" von Klaus-Peter Wolf


In einem kleinen Ort an der Nordseeküste geschieht ein Mord, der Hauptkommissarin Kathrin Klaasen und ihren Kollegen von der Auricher Mordkommission Rätsel aufgibt. Denn das Opfer, das mit einem Kopfschuss niedergestreckt worden ist, leitet einen Verein, der behinderten Menschen hilfreich zur Seite steht. Vor allem deswegen war Ulf Speicher in der Gegend beliebt und keiner, der ihn kannte, kann sich erklären, warum er durch fremde Hand sterben musste. Doch schon kurz darauf wird ein weiterer Mitarbeiter des Vereins Regenbogen umgebracht und Kathrin Klaasen sieht sich in der Pflicht, das dort arbeitende Personal und die von ihnen betreuten Schützlinge genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei stößt sie auf einige Dinge, die überaus seltsam sind und auf eine junge Frau, deren Verhalten sie neugierig werden lässt.

„Ostfriesenkiller“ ist der gelungene Auftakt einer Kriminalserie, die hoch im Norden spielt und aus der Feder des deutschen Schriftstellers Klaus-Peter Wolf stammt, der genau wie seine junge Kommissarin Ann Kathrin Klaasen aus dem Ruhrgebiet an die Küste gezogen ist. Hier bestreitet die „Neue“ im Team mit viel Engagement ihren ersten Fall, während ihr wohlgeordnetes Privatleben den Bach runtergeht. Doch Kathrin Klaasen lässt sich nicht unterkriegen, weder, als ihr Mann Hero sie wegen einer anderen Frau verlässt, noch als alle glauben, mit dem Eigentümer eines Möbelgeschäftes den perfekten Mörder gefunden zu haben. Denn die clevere Kommissarin ist sich sicher, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, und geht ihren Intuitionen konsequent nach.

Düstere Bilder und eine beklemmende Atmosphäre wechseln sich mit stimmungsvollen Landschaftsbeschreibungen ab und vermitteln eine fühlbare Realität, die sich in der Krimihandlung niederschlägt. Aber nicht nur die geschickt in Szene gesetzte Kulisse sorgt dafür, dass der Leser das Geschehen intensiv erlebt. Auch die gut gezeichneten Figuren, wie die mit einer Behinderung lebende Sylvia oder die manchmal etwas überfordert scheinende Ann Kathrin Klaasen haben ihren Anteil daran, dass er die Handlung mit wachsender Spannung verfolgt. Zwar gibt es auch einige Längen in dem nah an der Realität angesiedelten Fall, vor allem, wenn der Autor zu viele Details preisgeben möchte, aber das stimmige Gesamtpaket lässt dieses Manko schnell untergehen.

Fazit:Ein emotional packender und abwechslungsreicher Ostfriesenkrimi, der mit einer stimmungsvollen Atmosphäre und glaubwürdigen Figuren überzeugt.




Kommentare:

  1. Bisher kannte ich diesen Autor noch nicht, aber ich war neulich zu einer Lesung seines neuesten Krimis. Ich war begeistert, vom Autor und vom Buch. Irgendwann nehme ich mir die Zeit und werde seine Bücher lesen

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  2. Ach so eine Lesung mit ihm stelle ich mir gut vor. Vielleicht kommt er mal in unsere Gegend.

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