"Missetaten" von Andrea Reinhardt

Am Maple Lake findet ein Spaziergänger einen männlichen Toten, der von seinem Mörder bestialisch misshandelt und aufgeschlitzt worden ist. Sofort eingeleitete Ermittlungen des FBI bringen zunächst keinen Erfolg, obwohl die Identität des Mannes noch am Tatort geklärt werden kann. Erst als eine zweite Leiche am Mallard Lake auftaucht, die dieselben Merkmale, wie das erste Opfer aufweist, gibt es eine vielversprechende Spur. Doch bevor der Täter gefasst werden kann, verschwindet ein zwölfjähriges Mädchen, das in das Beuteschema des Killers passt. Wird es den Agenten Johnson und Harris gelingen, sie lebend zu finden oder ist es vielleicht schon zu spät?


„Missetaten“ ist der zweite Fall für Sonderermittlerin Natalie Bennet, die noch immer nicht über den Tod ihres kleinen Sohnes Liam hinweggekommen ist und sich außerdem von einer schweren Schussverletzung erholen muss. Trotzdem gelingt es ihr, den zuständigen Psychologen zu überzeugen, dass sie ihren Dienst wieder aufnehmen kann. Das allerdings zunächst von zu Hause, da ihr Chef, Agent Alexander Johnson nicht möchte, dass sie auf der Dienststelle erscheint. Deshalb ermitteln ihre Kollegen ohne sie an vorderster Front, während Natalie im heimischen Wohnzimmer Aktenrecherche betreibt. Zudem kämpft sie noch immer gegen den Alkohol, der ihr nach dem Mord an Liam zum besten Freund geworden ist.

Rasant geschrieben, mit lebendigen Figuren und einem kniffligen Fall weiß der in Chicago spielende Thriller gut zu unterhalten. Dabei gibt es immer wieder einen Rückblick in die Vergangenheit zu einem Jungen, der den grausamen Machenschaften seiner Mutter hilflos ausgeliefert ist und einige Abstecher in eine Scheune, in der die Opfer des Killers gefangen gehalten werden. Szenen, die genau wie die bildhaft beschriebenen Tatorte nicht für zartbesaitete Leser geeignet sind und die gestörte Psyche des Mörders mit allen ihren Abgründen offenbart. Nur, wer er ist, bleibt bis zum Schluss geheim und sorgt für eine Überraschung, die so nicht vorherzusehen war.

Fazit und Bewertung:
Ein rasanter Thriller, der sich nicht mit Nebensächlichkeiten aufhält und auf den eigentlichen Fall fokussiert, spannend und emotional mitreißend in Erscheinung tritt.
 
Samstag, den 06. März 2021

Kommentare:

  1. Vielen Dank für diese tolle Rezi. Ich freue mich sehr.

    LG Andrea

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    1. Dir, liebe Andrea, danke ich für den tollen Thriller. Ich hatte ein spannendes Leserelebnis.

      Liebe Grüße,
      Thea

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