"Liebe mich, töte mich" von Jennifer Hillier


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Man liebt nur einen Menschen wirklich und das sein ganzes Leben lang. Das hatte Geos Vater immer gesagt, wenn sie ihn gefragt hat, warum er nach dem Tod ihrer Mutter nie wieder geheiratet hat. Inzwischen nun ist Geo selbst verliebt und versteht, warum es für jeden Menschen nur die eine große Liebe gibt. Doch anstatt mit dem etwas älteren und verdammt gutaussehenden Calvin glücklich zu sein, passiert etwas, das ihre junge Beziehung zerstört. Nach einer gemeinsamen Party kehrt Geos beste Freundin Angela nicht nach Hause zurück und nur sie und Calvin wissen, was in der verhängnisvollen Nacht mit ihr geschehen ist.

Vierzehn Jahre danach, Geo hat sich inzwischen als erfolgreiche Geschäftsfrau etabliert, taucht im Wald die vergrabene und zerstückelte Leiche ihrer Freundin auf. Schon nach ersten Ermittlungen steht fest, dass Geos einstiger Freund Calvin ihr Mörder ist. Hinzu kommt, dass es weitere, auf dieselbe Art getötete Frauen gibt und der Mörder an jedem Tatort eine Botschaft hinterlässt, die an Geo gerichtet ist.

„Liebe mich, töte mich“ ist ein düsterer Thriller, der neben einer Reihe an Verbrechen über eine verhängnisvolle Liebe erzählt. Dadurch nimmt er den Leser auf eine Reise mit, die emotional bewegend ist und die er so schnell wieder vergessen wird. Denn nicht etwa die Ereignisse rund um ein verschwundenes Mädchen und die Suche nach ihr sind es, die ihm zusetzen werden, sondern es ist eher die Frage, wie eine junge Frau jahrelang mit einer schweren Schuld auf ihrer Seele leben kann, ohne daran zu zerbrechen. Und das, obwohl sie nicht das typische Ungeheuer ist, sondern im Gegenteil über viele sympathische Seiten verfügt.
Der Schreibstil der kanadischen Autorin Jennifer Hillier ist angenehm lebendig und katapultiert den Leser mitten in das Geschehen hinein. Dabei erfährt er direkt aus Geos Sicht, was einst nach einer Party Verhängnisvolles geschehen ist und wie sie mit den Folgen umzugehen versucht. Ein spannender und erschreckender Einblick, der Geo als zwiespältige Figur präsentiert, die einerseits als unbeschwerte Jugendliche in die Fänge eines Monsters gerät, zum anderen als reife Frau endlich die Verantwortung für ihre Taten übernimmt. Aber ganz so einfach, wie es klingt, ist es nicht. Denn Geos Rolle in dem undurchsichtigen Geflecht aus Wahrheiten und Lügen wird im Verlaufe der Handlung immer wieder neu definiert, da es immense Zweifel an der Abfolge der damaligen Ereignisse gibt.

Fazit:
Superspannend präsentiert sich die Suche nach der Wahrheit, wobei es anfangs kleine Flauten gibt, die im späteren Verlauf schnell vergessen sind. Ein Pageturner mit authentischen Figuren, der zu fesseln versteht.
Sonntag, 08. März 2020

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