"Letzte Worte" von Karin Slaughter

Sara Linton ist nach über 3 Jahren Abwesenheit ins Grant County zurückgekehrt, wo sie mit ihren Eltern und ihrer Schwester Tess Thanksgiving feiern will. Doch anstatt mit ihnen den Abend zu verbringen, wird sie in die örtliche Polizeistation gebeten, wo einer ihrer früheren Patienten medizinische Hilfe braucht. Sara, der es unheimlich schwerfällt, zu Jefferys frühere Arbeitsstätte zu fahren, kommt leider zu spät. Denn der geistig behinderte Tommy Braham, der den Mord an einer Studentin gestanden haben soll, hat sich inzwischen umgebracht. Eine Verzweiflungstat, die Sara wütend macht. Vor allem, da sie sich sicher ist, dass Detective Lena Adams hinter dem erpressten Geständnis steckt. Von nun an tut sie alles dafür, um der skrupellosen Polizistin das Handwerk zu legen und verliert dabei allmählich die Distanz.

"Letzte Worte" ist nach "Tote Augen" der zweite Band der Georgia-Serie, in der die Krankenhausärztin Sara Linton und der Agent Will Trent vom Georgia Bureau of Investigation einen brutalen Mord aufzuklären haben. Eine schmerzliche Angelegenheit für Sara, die einst als Kinderärztin und Rechtsmedizinerin im Grant County tätig war und noch immer nicht über den Tod ihres Ehemanns, des einstigen Polizeichefs Jeffery Tolliver hinweggekommen ist. Und ausgerechnet die Frau, die ihn auf dem Gewissen hat, ist erneut verantwortlich dafür, dass ein Mensch sein Leben lassen musste. Kein Wunder also, dass sie einen ganz persönlichen Rachefeldzug gegen Lena Adams führt und sich Will Trent dafür zunutze macht.

Karin Slaughter versteht es, aus ganz normalen Verbrechen eine komplexe Thrillerhandlung zu ersinnen, in der es nicht nur um Schuld und Rache geht, sondern auch um die Figuren und ihre Gefühle. Vor allem deshalb fühlt sich der Leser schnell in den Bann der Ereignisse gezogen und leidet und hofft mit ihnen mit. Dabei sind es nicht nur die Ermittler, die von Schicksalsschlägen geprägt, den einen oder anderen Fehler begehen. Auch die Täter und Opfer bleiben nicht verschont und lassen tief in ihre Seelen schauen. Dadurch erscheinen auch sie schon bald wie die Nachbarn von nebenan, deren Entwicklung man gerne verfolgt. Ein guter Grund, um  die Bücher von Karin Slaughter in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Denn auch wie in ihren anderen Serien baut "Letzte Worte" in der Entwicklung seiner ermittelnden Figuren auf "Tote Augen" auf.

Fazit:
Spannende Unterhaltung, die eher blutig, als tiefgründig ist, sich aber wunderbar kurzweilig liest. 

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