"Berühre mich. Nicht." von Laura Kneidl

Die junge Studentin Sage ist von Maine nach Nevada gezogen, um für immer ihrer Vergangenheit zu entfliehen. Ohne die Hilfe ihrer Familie möchte sie sich etwas Neues aufbauen und endlich ihre Panikattacken in den Griff bekommen. Doch das Vorhaben, das zunächst machbar erschien, stellt sich schon bald als überaus schwierig heraus. Denn zum einen fehlt Sage das nötige Geld, das sie für eine Wohnung braucht, zum anderen stellen sich ihre Angstzustände als dermaßen hinderlich heraus, dass sie es kaum schafft, einem Job nachzugehen. Eine prekäre Situation, die plötzlich erträglicher wird, als sie auf den viel umschwärmten Luca trifft, der sich trotz ihrer Vorurteile als wahrer Freund entpuppt. 

"Berühre mich. Nicht." ist der erste Band einer zweiteiligen Roman-Reihe um eine starke junge Frau, die sich nach Jahren der Qualen und Angst, den Folgen ihres Martyriums stellt. Von ihrem Stiefvater eingeschüchtert und missbraucht, ist Sage schwer traumatisiert, schaffte es aber Hilfe mit von Freunden, einen Weg aus ihrem leidvollen Dasein zu finden. Dass sie dabei viele Rückschläge einstecken muss, ist wohl klar. Und so verfolgt der Leser, wie Sage kämpft, um einen Weg zu finden, mit ihrer Angst umzugehen und wie es ihr schrittweise gelingt, sich den eigenen Gefühlen zu stellen. Eine bewegende Lektüre vor allem für junge Leser, die sich wunderbar flüssig liest und vor allem durch ihre authentischen Figuren und real erscheindenden Handlungsverläufe ungemein zu fesseln versteht. Hinzu kommt, dass die Schilderung der dramatischen Ereignisse durch Sage selbst erfolgt und der Leser dadurch einen ungemein tiefen Einblick in ihre Gefühlswelt erhält. Lediglich der Schluß gibt Anlass zur Kritik. Hier passen die geschilderten Handlungsweisen nicht zu dem vorangegangenen Geschehen und das Ende selbst erfolgte zu abrupt. 

Fazit:
"Berühre mich. Nicht." ist ein einfühlsamer Roman aus dem Genre New Adult, der mit einer interessanten und starken Hauptfigur, einer geheimnisvollen Vergangenheit und einem wendungsreichen Geschehen gut unterhält. Gleichzeitig gelingt es ihm, seine Leser neugierig zu machen, sodass sie unbedingt wissen wollen, wie es im zweiten Teil mit Sage und Luca weitergeht.

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