Sonntag, 8. Mai 2016

Vergangenes Unrecht

Zwei Menschen, die sich lieben, ein Regime, das nach eigenen Regeln funktioniert und eine Familie, die sich an staatliche Normen hält. Der neue Roman von Antonia Michaelis mit dem Titel "Die Allee der verbotenen Fragen" hat es in sich. Dabei erscheint die Hauptprotagonistin mit dem ungewöhnlichen Namen Akelei nicht, wie eine ernst zu nehmende Person, zumal sie ein gackerndes Huhn in einer bunten Einkaufstasche mit sich führt. Auch ihr Versuch, der einstigen Jugendliebe zu folgen, mutet überaus dilettantisch an und lässt einen humorvollen und seicht dahinplätschernden Roman vermuten. Doch weit gefehlt. "Die Allee der verbotenen Fragen" wartet mit mehr als nur kurzweilige Unterhaltung auf und überrascht mit einer ungeahnten Tiefgründigkeit und einem Schreibstil, der wunderbar anders ist.

Meine Meinung zum Buch findet ihr hier.

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